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MELOTRON 2007

 

Es gibt wohl kaum eine andere deutschsprachige elektronische Band, die sich in den letzten Jahren ein derart unverwechselbares und eigenes Profil geschaffen hat, wie MELOTRON. Von Moskau bis Washington, von Buenos Aires bis nach Kabul oder Tel Aviv… MELOTRON sind ein Exportschlager in Sachen deutschsprachiger Elektropop und eine feste Größe in der Elektroszene auf dieser Welt.

Gegründet wurde die Band von Andy Krüger (Komposition und Gesang), Edgar Slatnow (Texte und Synthesizer) und Kay Hildebrandt (Produktion und Technik) in einer Kleinstadt im Nordosten Mecklenburgs.

 

Die Zeit ist reif für MELOTRON


In der DDR aufgewachsen, kauften sich die drei Autodidakten von ihrem ersten selbstverdienten Geld im zarten Alter von 14 bzw. 15 Jahren ihre ersten Synthesizer und begannen Musik zu machen.
Schon nach kurzer Zeit wurde die Plattenindustrie auf sie aufmerksam. Allerdings weigerten sich die Jungs beharrlich, bei einem der interessierten Labels zu unterschreiben. Noch war die Zeit nicht reif für MELOTRON.

 

1998 konnte man sie endlich überzeugen, bei „Zoth Ommog“, dem legendären Label des Erfolgs-DJ’s Talla 2XLC, ihr erstes Album MÖRDERWERK zu veröffentlichen.


Und spätestens seit den letzten drei Alben WELTFRIEDEN, STERNENSTAUB und CLICHÉ (allesamt erschienen bei Synthetic Symphony/SPV), wurde deutlich, dass das ungewöhnliche Zusammenspiel des Trios eine symbiotische Homogenität erreicht hat, die ihresgleichen sucht.

 

Arbeitsteilung und deutsche Texte

 

Das hat nicht zuletzt mit der gelungenen Arbeitsteilung in der Band zu tun: So ist Edgar Slatnow ausschließlich für die Lyrik verantwortlich, die Andy Krüger so einfühlsam und prägnant umsetzt, als wären es seine eigenen Worte – und zu der er mal eingängige, mal eigenwillige Musik komponiert. Kay Hildebrandt zeichnet sich für die Sounds verantwortlich und auch dafür, wie man sie auf der Bühne umsetzt.

Neben den cleveren und treffsicheren Songs sind es denn auch vor allem die Texte, die MELOTRON zu ihrem Renommee verholfen haben: Eine teilweise doppeldeutige, oft sehr hintersinnige Melange aus scharfer Beobachtung oder politischem Kommentar, der aber stets auf ein sehr persönliches, geradezu intimes Level gehoben wird, denn letztendlich bestimmen Zwischenmenschlichkeit und Gefühle das Leben in jeder Beziehung und auf jeder Ebene.


Oder wie es Edgar Slatnow ausdrückt: „Wir lehnen uns mit unseren Gefühlen gern ans Fenster, ohne gleich hinaus zu fallen.“

Diesen Weg verfolgen MELOTRON auch auf dem neuen Album PROPAGANDA konsequent.

 

Mehr Leidenschaft!


Verstärkt setzen sich die Mecklenburger auf PROPAGANDA mit ihrer direkten Umwelt auseinander. Noch konkreter und eindringlicher als zuvor - sei es in dem Beziehungsdrama „Liebe ist Notwehr“ oder in der provokanten Single DAS HERZ, der es weder an lyrischer Qualität noch an politischem Tiefgang mangelt.

 

Edgar Slatnow: „Angeblich geht es mit diesem Land aufwärts. Sprichst du allerdings mit den ganz normalen Menschen, bekommst du schnell das Gefühl, dass das Gegenteil der Fall ist. Ich habe noch nie so viel Resignation erlebt wie zurzeit.“

 

In Songs wie DAS HERZ versuchen wir, dagegen anzukämpfen. Dieses Land braucht wieder Leidenschaft - die ist nämlich irgendwo zwischen Wende und Realität verloren gegangen. Jeder versucht, irgendwie den schnellen Euro zu machen.

 

Deutschland ist an einem Punkt, wo die großen Parteien keine Ideen mehr haben und die Rechten daher immer mehr Zulauf kriegen. Das beunruhigt uns sehr. Wir lieben dieses Land – andererseits könnte man weglaufen.“

 

Dass MELOTRON dennoch Patrioten sind, werden sie spätestens am 10. Februar 2007 beweisen, wenn sie mit „Das Herz“ an Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ teilnehmen und Mecklenburg-Vorpommern vertreten werden!

 

Zuvor ist DAS HERZ auch am 22. Januar bei „TV Total“ zu erleben.

 

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